Archive for the ‘Das duftet’ Category

Als Politik noch illegal war

Freitag, Mai 16th, 2008

Manchmal tut es gut zurückzuschauen. Denn dann sieht der Mensch auch, was er bisher schon erreicht hat. Und es geht natürlich in erster Linie um die Frauen. Am 15. Mai 1908 trat das Reichsvereinsgesetz in Kraft. Damit erlaubte das Kaiserreich auch den Frauen die Betätigung in Parteien und Vereinen. Für uns heute kaum vorstellbar, aber vor 100 Jahren war das politische Engagement von Frauen schlichtweg illegal. In der rundschau-online schreibt Georg Ismar diese Woche: “Im September 1843 erschien in den „Sächsischen Vaterlandsblättern“ ein Aufsehen erregender Leserbrief, schreibt die Wissenschaftlerin Gisela Helwig. Louise Otto forderte Unerhörtes: „Die Teilnahme der Frauen an den Interessen des Staates ist nicht nur ein Recht, sondern eine Pflicht.“ Während der Revolution 1848 / 49 unterstützten Frauenvereine die Aufständischen. Doch Otto war von der mangelnden Rücksichtnahme der Revolutionäre enttäuscht: „Wo sie das Volk meinen, zählen sie die Frauen nicht mit“, klagte sie bitterlich.”
louiseotto.jpg Doch die Frauen gaben natürlich nicht auf.Sie gründeten den Allgemeinen deutschen Frauenverein (ADF) und erkämpften so nach Bismarcks Tod - dem großen Bremser in Bezug auf die Rechte der Frauen - das Recht auf gesellschaftliche Mitgestaltung. Immerhin kam dann auch 10 Jahre später das Wahlrecht.

Zu wenig Frauen sind peinlich

Freitag, Mai 9th, 2008

Na endlich kommt Bewegung in die Diskussion um eine Frauenquote bei den Aufsichtsräten deutscher Unternehmen. Bereits im Februar 2007 haben über 500 Menschen unsere öffentliche Petition zu dem Thema an den Bundestag unterzeichnet. Gestern berichtete die taz unter der Überschrift “Peinlicher Mangel an Managerinnen” vom Rechtsausschuss des Bundestages. Dieser hatte unter anderem den früheren norwegischen Wirtschaftsminister Ansgar Gabrielsen eingeladen. anskargabrielsen.jpg Zu seinem Statement schreibt die taz: “Es gibt ein neues Argument für die Geschlechterquote und das heißt “Peinlichkeit”. Diesen Grund führte am Mittwoch der ehemalige Wirtschaftsminister Norwegens, Ansgar Gabrielsen, ein. Der Rechtsausschuß des Bundestages hatte am Mittwoch Abend Experten zu einer möglichen Quotierung der deutschen Aufsichtsräte nach norwegischem Vorbild befragt. Norwegen hat im Januar 2008 eine 40-Prozent-Quote für Aufsichtsräte von Aktiengesellschaften eingeführt. Ihm sei es schlicht peinlich gewesen, dass sich die gut qualifizierte Hälfte der Bevölkerung Norwegens nicht in den Führungsetagen der Unternehmen wiederfinde, so Gabrielsen vor den Experten.” Auch wenn bisher nur die Grünen von einer Quote in den Wirtschaftsunternehmen überzueugt sind - es bewegt sich was. Lasst uns das Beste hoffen…

Merkelsche Maßstäbe die Zukunft?

Montag, April 28th, 2008

Hallo, da kommen starke Worte aus Österreich. Ein wunderschöner Kommentar auf diepresse.com zum Merkelschen Dekolletée bei ihrem Auftritt zur Einweihung der Oper in Norwegen. Ich zitiere genüßlich die Autorin Brigitte Trip: “Dass nun mehr Angela Merkel nach rund zwei gut durchgestandenen – in jedem Fall gut durchgeknöpften – Regierungsjahren der völlig verblüfften Medienschar ein derartig beeindruckendes Dekolletée von Sophia Lorenschen Ausmaß enthüllt, zeigt aber, wie diese Frau, die lange als graue Maus, als Geschlechtsneutrum dargestellt wurde, nun mehr so selbstbewusst auftritt, dass in Hinkunft politische Spitzenfunktionen nicht mehr ausschließlich an männlichen Kriterien sondern zunehmend an „merkelschen“ Maßstäben gemessen werden.”

Aus Machos werden Macherinnen

Montag, April 14th, 2008

rodriguez_zapatero_2.jpg Wer hätte das gedacht von einem Land, das neben den lateinamerikanischen Staaten den Begriff “Macho” prägte: Erstmals sind in Spanien mehr Frauen als Männer in der Regierung - unter Führung des Feministen Zapatero. Sogar das Verteidigungsministerium führt eine Frau - das heißt 130.000 Soldaten und der spanische Geheimdienst CNI haben nun eine Chefin. Spanien beweist, dass eine Frauenförderung, ist sie wirklich gewollt, kein Problem ist. Sie scheitert bestimmt nicht daran, dass es nicht genug qualifizierte Frauen gibt - was ja hierzulande ein sehr beliebtes Argument ist…

Mehrere gute Artikel zum Thema sind hier auf n-tv nachzulesen.

Frauen fordern was ihnen zusteht

Freitag, April 4th, 2008

Unter diesem Motto findet am 15. April erstmalig der “Equal Pay Day” statt. Ein Tag, an dem Frauen endlich gegen die gut 20 Prozent geringere Bezahlung - bei gleicher Leistung - im Vergleich zu männlichen Kollgen protestieren. Initiiert wurde die Einführung des Equal Pay Day in Deutschland von einem der größten Berufsnetzwerke für Frauen, dem Business and Professional Women (BPW) Germany e.V. Wie funktioniert es?

“Auf Ihre Teilnahme kommt es an
Rund um den 15. April gilt für alle Arbeitnehmerinnen die Devise: Bekennen Sie Farbe und zeigen Sie Solidarität. Wie? Zu diesem Zweck wurde bereits im Vorfeld des Equal Pay Day, die “Initiative Rote Tasche” ins Leben gerufen. Sie ist Kernstück der Aktion und steht symbolisch für die roten Zahlen in den Geldbörsen der Frauen. Tragen Sie am 15. April den Pin der Initiative Rote Tasche mit einer Schleife aus einem 5-Euroschein. Die Pins bekommen Sie kostenlos auf einer der vielen Veranstaltungen am Equal Pay Day. Oder fordern Sie Ihren Equal Pay Day Pin - gegen eine Versandgebühr - bei der BPW Geschäftsstelle an. Außerdem können Sie auch mit einer roten Tasche Farbe bekennen und im Dialog mit Kollegen auf die Initiative aufmerksam machen: in der Mittagspause, im Büro oder Team-Meeting. Die Forderung, die hinter der Initiative steckt, ist knapp formuliert: Frauen fordern das, was ihnen zusteht. Nicht mehr und nicht weniger.”

Die Anstecknadeln für den Tag habe ich bereits angefordert. Wer von euch eine möchte, dem schicke ich sie gern zu. Mail an mich genügt mit Angabe eurer Adresse (bestellt habe ich insgesamt 25). Also die schnellsten 24 bekommen eine (gratis). ;-)

Junge Frauen - aber hola!

Dienstag, März 25th, 2008

Es gibt eine spannende Studie der Zeitschrift “Brigitte” - der erste Teil ist jetzt im Internet bei der heute-Sendung vom ZDF veröffentlicht worden. Die Ergebnisse kommentiert im Interview Prof. Dr. Jutta Allmendinger, 51. Sie ist Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung und Professorin für Bildungssoziologie und Arbeitsmarktforschung an der Berliner Humboldt-Universität.
Lest mal - das gibt Mut zur Zukunft :-)
Danke an Birgid Hanke von den Textinen für den tollen Tipp!

Dazu noch ein guter Kommentar im Tagesspiegel von Dagmar Rosenfeld.

Kanzlerin auf der CeBit

Donnerstag, März 6th, 2008

Da geraten die Manager ins Schwitzen: Die Kanzlerin stellt doch tatsächlich Fragen, die am ein oder anderen Stand kurzfristig verlegenes Schweigen bewirkten :-)
Aus dem Newsletter von Wiegand&Wiegand:
Bundeskanzlerin Angela Merkel hat bei der Eröffnung der weltweiten Computermesse Cebit 2008 in Hannover zahlreiche HighTech-Topmanager mit einfachen Bemerkungen aus dem Konzept gebracht. Die Nachrichtenagenturen APA und dpa listen auf:

1. Fall: IBM-Deutschlandchef Martin Jetter führt der Kanzlerin ein Gerät zur Anzeige günstigster Stromtarifzeiten vor, etwa von Mitternacht bis 06.00 Uhr. Daraufhin Merkel: “Die Waschmaschine zwischen 00.00 und 06.00 Uhr laufen lassen, das mag der Untermieter aber gar nicht so gerne.”

2. Fall: Bei SonyEricsson zeigen Wirtschaftslenker in dunklen Anzügen der Regierungschefin ein cooles Handy mit Organizer und anderen tollen Features. “Das ist High End”, sagt einer stolz zur Kanzlerin. “Wie ein IPhone?”, fragt Merkel zurück. Die Manager lächeln gequält ob der Nennung des längst erhältlichen Produkts von Konkurrent Apple.

3. Fall: Microsoft-Deutschlandchef Achim Berg preist an, sein Unternehmen biete jungen Leuten im Netz einen Test für Computerwissen. Merkel fragt daraufhin zwei anwesende Bäckerlehrlinge: “Haben Sie denn schon den Test mitgemacht?” Die Antwort: “Nein.”

Die Nachrichtenagentur APA kommentiert: “Merkel hat 14 Stände besucht, das Messegelände von Süd nach Nord durcheilt und der Computerbranche ein paar einfache Fragen gestellt. Die Manager sollten gewarnt sein: Nächstes Jahr zur Cebit kommt sie wieder.”[/I]

Ohne Frauen droht das AUS

Donnerstag, Februar 28th, 2008

Zwölf Firmen in Norwegen stehen vor der Zwangsauflösung. Diese Firmen werden am 03.03.2008 blaue Briefe von dem zentralen Handelsregister erhalten. Mit diesen Briefen werden die Firmen auf den Frauenmangel in ihren Aufsichtsräten aufmerksam gemacht.
Norwegen hatte bereits 2003 im Parlament mehrheitlich beschlossen, daß börsennotierte Unternehmen bis zum 1. Januar 2008 mit mindestens 40 % weibliche Aufsichtsräte bestückt sein müssen. Bei Zuwiderhandlung droht keine Geldstrafe oder Gerichtsverfahren, sondern gleich die Zwangsauflösung. Die norwegischen Firmen haben sich ohne großes Aufbegehren gefügt, da sie einen großen Imageschaden befürchtet haben. Quelle: www.taz.de vom 25.02.2008

Fundsachen

Donnerstag, Februar 7th, 2008

Heute mal einige Fundsachen in Kürze: Ganz nett hat Theo Wonneberger die Argumente für ein Grundeinkommen in seinen 24 Thesen zusammen gefasst.

Der Vatikan veranstaltet zum ersten Mal seit seiner Existenz einen Frauenkongress. Na immerhin ;-)

Und Meredith Haaf fordert in der taz die Frauen auf, sich endlich online als Schwergewichte mit Stimme zu outen: “Nirgends ist all das so einfach zu machen wie im Netz. Solange Frauen sich darauf konzentrieren, Niedlichbilder von sich hochzuladen, Jungs zu beeindrucken und über ihre Yogastunden zu schreiben, wird dabei allerdings nicht allzu viel herum kommen.”
Ich sehs ein bisschen anders, aber trotzdem ist der Artikel sehr gut…

Ferien

Freitag, Dezember 21st, 2007

steffiruna_kopfe.JPG
Wer ist hier wer???

Hallo zusammen, ich bin von heute an bis zum 7. Januar in den Ferien. Wünsche euch wunderbare Tage und einen frohen Start in das neue Jahr, eure Stefanie

und hier noch zwei Einkauftipps von mir, für diejenigen, die nach Weihnachten entspannt dem Konsum frönen wollen :-)

für Müslifans - eine ganz wunderbare Seite zum Mischen des eigenen Müslis

für Fans des Besonderen - ein Klick und Germany mit seinen ganz besonderen Herstellern öffnet sich