388 Jahre später

Virginia hat sich als erster us-amerikanischer Bundesstaat für die Sklaverei entschuldigt, so berichtete gestern die FAZ. In dem Artikel heißt es: “Vierhundert Jahre ist es her, dass auf einer Insel im Fluss James, im heutigen Bundesstaat Virginia die erste dauerhaft besiedelte Kolonie der Engländer in Amerika entstand. Zwölf Jahre später wurden die ersten in Ketten gelegten Afrikaner nach Jamestown gebracht. Doch es vergingen 388 Jahre bis schließlich am Samstag das Parlament von Virginia einstimmig eine Resolution verabschiedete, in der die Volksvertreter ihr „tiefes Bedauern“ über die Sklaverei ausdrücken. Die Entschuldigung für „die schrecklichste aller Menschenrechtsverletzungen“, wie des in der Entschließung heißt, hat nicht nur für den Südstaat historische Bedeutung. Denn Virginia ist der erste amerikanische Bundesstaat überhaupt, der sich offiziell für die Sklaverei entschuldigt.”
Sicher kann man sich trefflich darüber streiten, was eine solche Entschuldigung wert ist. Aber als Geste der Heilung tiefer geschichtlicher Wunden finde ich sie gut. Es wäre schön, wenn andere Bundesstaaten und die US-Regierung folgen würden.

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